Eine Immobilie auf Sardinien zu kaufen ist für viele internationale Käufer ein langgehegter Traum. Die gute Nachricht: Als EU-Bürger ist der Erwerb unkompliziert und ohne Einschränkungen möglich. Dennoch gibt es einige Besonderheiten im italienischen Kaufprozess, die Sie kennen sollten. Dieser Guide führt Sie Schritt für Schritt durch den Ablauf.
1. Der Kaufprozess im Überblick
Der Immobilienkauf in Italien gliedert sich in drei wesentliche Phasen:
Das Kaufangebot (Proposta d'acquisto)
Mit einem schriftlichen Angebot bekunden Sie Ihr verbindliches Kaufinteresse. Wird es vom Verkäufer angenommen, ist es rechtlich bindend.
Der Vorvertrag (Compromesso)
Der Vorvertrag regelt alle Details des Kaufs. Üblicherweise wird hier eine Anzahlung von 10–30 % geleistet. Dieser Schritt ist rechtlich verbindlich – ein Rücktritt ist nur unter den vertraglich vereinbarten Bedingungen möglich.
Der notarielle Kaufvertrag (Rogito)
Der finale Kaufvertrag wird vor einem italienischen Notar (Notaio) unterzeichnet. Der Notar ist neutral und prüft die Eigentumsverhältnisse sowie die Lastenfreiheit der Immobilie.
2. Steuern und Kaufnebenkosten
Die Nebenkosten hängen davon ab, ob Sie von einem Privatperson oder einem Bauträger kaufen und ob es sich um einen Erst- oder Zweitwohnsitz handelt:
- Registersteuer beim Kauf von Privat: in der Regel 9 % (Zweitwohnsitz) bzw. 2 % (Erstwohnsitz) des Katasterwerts.
- Mehrwertsteuer (IVA) beim Kauf vom Bauträger: 10 % bei Standardimmobilien, 22 % bei Luxusimmobilien (Kategorie A/1, A/8, A/9).
- Notarkosten: meist 1–2 % des Kaufpreises.
- Maklerprovision: üblicherweise 3 % zzgl. MwSt.
Tipp: Die italienische Steuernummer (Codice Fiscale) benötigen Sie zwingend für den Kauf. Sie ist kostenlos und schnell zu beantragen.
3. Finanzierung
Auch als ausländischer Käufer können Sie eine italienische Bank für die Finanzierung nutzen. Üblich sind Beleihungsquoten von 50–60 % bei Nicht-Residenten. Alternativ ist eine Finanzierung über eine Bank in Ihrem Heimatland möglich.
4. Worauf Sie unbedingt achten sollten
Prüfen Sie immer die Baugenehmigungen, die Eintragung im Kataster (Catasto) und die Übereinstimmung der tatsächlichen Bausubstanz mit den offiziellen Plänen. Gerade bei Bestandsimmobilien sind nicht genehmigte Anbauten ein häufiges Problem.
Beim Kauf vom Bauträger profitieren Sie von rechtlicher Sicherheit, Garantien und modernen Energiestandards – ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem Erwerb sanierungsbedürftiger Altbauten.
5. Warum sich der Kauf lohnt
Sardinien verbindet hohe Lebensqualität mit stabiler Wertentwicklung. Die begrenzte Verfügbarkeit von Bauland in Küstennähe, strenge Bauvorschriften und die anhaltende internationale Nachfrage sorgen für Wertstabilität – ein entscheidender Faktor für Investoren.
Fazit
Der Immobilienkauf auf Sardinien ist für internationale Käufer gut planbar – vorausgesetzt, man kennt die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Mit einem erfahrenen Partner an Ihrer Seite wird der Traum vom Haus am Meer zur sicheren Investition.
Real Estate Signature begleitet Sie durch den gesamten Prozess – von der Standortwahl bis zur Schlüsselübergabe.



